Trends qualitativer Marktforschung

Zurück von der 2nd Annual Qualitative Online360 Conference in Mailand. Wieder einmal eine sehr intensive und äußerst informative Veranstaltung in überschaubarem Rahmen mit einigen exzellenten Beiträgen.


Der Tenor und Trend ist klar: Mobile Research wird in der qualitativen Marktforschung eine immer größere Bedeutung gewinnen; passend dazu die offizielle Gründung der MMRA (Mobile Market Research Association).


Die Konferenz widmete sich jedoch nicht nur dem Thema Mobile Research, sondern dem gesamten Gebiet der qualitativen Online Marktforschung. 


Die wichtigsten Eindrücke im Überblick

  1. Deutlich erhöhte Akzeptanz und Relevanz von qualitativer Online-Marktforschung
    • Die qualitative Online-Marktforschung ist ‚angekommen‘ und hat an Akzeptanz und Relevanz gewonnen – bei Marktforschern und bei Kunden.
    • Online und auch Mobile Research sind nicht zwangsläufig günstiger, ergänzen aber den Methodenmix und die Möglichkeit, Informationen die generieren, die noch direkter und authentischer sind und damit ganz neue Dimensionen an Insights ermöglichen.
  2. Die qualitative Online-Marktforschung befindet sich in einem bedeutendem Umbruch
    • Märkte und Konsumenten sind heute andere als noch vor 5-10 Jahren. Kommunikation ist anders, das Internet eine Macht. Der Verbraucher hat Möglichkeiten die ihn wie niemals zuvor zum ‚wahren‘ Kunden machen. 
    • Methoden müssen sich diesen veränderten Entwicklungen anpassen.
  3. Kreativität bei der Wahl des methodischen Ansatzes ist gefragt
    • Das Methodenspektrum der Marktforschung ändert sich. 
    • Online entwickelt sich zu einem wichtigem Teil des Methodenspektrums bei qualitativer Marktforschung.
    • Dieses Spektrum ist riesig – analog zu den Möglichkeiten, heute mit Verbrauchern zu kommunizieren und zu interagieren. Gruppendiskussionen und Einzelinterviews u. ä. sind nicht mehr die, sondern eine Möglichkeit, qualitative Marktforschung zu betreiben.
    • Alle Methoden können wertvolle Insights liefern – desto wichtiger wird es, den richtigen methodischen Ansatz zu definieren.
  4. Keine Angst vor neuen Entwicklungen! Neue Wege gehen!
    • Unternehmen – Marktforscher genauso wenig wie Kunden – sollten vor diesen Entwicklungen keine Angst haben oder ihnen skeptisch gegenüberstehen.
    • Sie sind eine Riesenchance, mit Zielgruppen zu kommunizieren und eine Bindung auf- und auszubauen.
  5. Der Marktforscher als Partner
    • Diese Entwicklung ist nicht neu, wird aber fortschreiten.
    • Die klassische Marktforschung und standardmäßige Ansätze verlieren an Bedeutung. Die Einbindung von Erfahrung mit Zielgruppen in Prozesse macht Ergebnisse umsetzbar.
    • Das Erstellen von Online-Befragungen ist heute relativ leicht zu realisieren. Die Analyse der Ergebnisse und die Frage des richtigen methodischen Ansatzes (unabhängig von der Fragebogenerstellung bzw. des Aufbaus und der Struktur des Ansatzes) spielen jedoch eine immer wichtigere Rolle: Was nützen jede Menge Informationen, wenn Sie im Kontext nicht richtig eingeordnet werden können?
  6. Analyse-Tools und -Strategien sind/werden das nächste große Thema
    • Qualitativ hochwertige Tools zum Sammeln von Informationen sind vorhanden.
    • Wesentlicher und wichtiger wird es, die immer reichhaltigeren Informationen intelligent und sinnvoll zu strukturieren und analysieren zu können.
  7. Mobile Research …
    • … wird in einer mobilen Gesellschaft einen zunehmend wichtigen Stellenwert haben.
 
Fazit: Selten war die qualitative Marktforschung so spannend! 






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