Datensicherheit bei Mafo in Social Media

Interessante Beiträge auf der Konferenz und natürlich auch die Frage, ob und wie Social Media Plattformen wie z.B. Facebook für Zwecke der Marktforschung genutzt werden können und sollten. Besonders bei Facebook denkt man sehr schnell an das Thema Datenschutz und tatsächlich handelt es sich hier um einen Aspekt, der zwar immer wieder genannt wird, aber viel zu vielschichtig und komplex ist, um ihn en passant abzuhandeln. 

Der dramatische Wandel der sich durch das Internet für die qualitative Marktforschung ergeben hat, zeigt sich sehr deutlich in der Gegenüberstellung der Methoden und Möglichkeiten, die sich heutzutage bieten und die für die Disziplin relevant und faszinierend sind.

  • Die ’alte’ Welt: Informationen, die aus Interviews und Gruppen erhoben und gesammelt werden, sind mehr oder weniger exklusiv nutz- und verfügbar. Alles gut kontrollier- und überschaubar. 
  • Die ’neue’ Welt sieht anders aus: Informationen im Überfluss, aus allen möglichen Kanälen – online, offline, mobil. 

Wem gehören diese Informationen und wer hat die Rechte an ihnen? Welche Rolle spielen die Provider von Social Media, welche der Marktforscher und welche der, um den es geht? Und wie zugänglich sollen die Informationen sein?
Es ist, als würden die Informationen nur so herumfliegen, aber es ist wichtig, dass der Marktforscher die Kontrolle über die Daten behält; auch und besonders um dem Befragten Sicherheit zu geben. So lukrativ und angenehm es erscheint, Facebook oder andere Social Media Plattformen mehr und mehr direkt in Marktforschungsprojekte einzubinden, muss auch klar sein, dass der ’Besitzer’ der Daten dann die entsprechende Plattform ist, die diese Daten wiederum für ihre Zwecke einsetzen kann wie sie will.

Sind sich darüber auch Kunden im Klaren, die ihre Zustimmung zu derart gearteten Studien geben? Kauft sich der Kunde mit jeder Studie nicht auch ein Stück Exklusivität im Sinne der Nutzung der Daten? Bei direkt über Social Media erhobenen Daten geht diese Exklusivität, wie auch die Kontrolle über Daten verloren.

Natürlich sind Daten alleine nicht alles und es bedarf einer qualifizierten Analyse, aber man sollte aufpassen, dass eine gewisse Form der Kontrolle und Unabhängigkeit erhalten bleibt.  —– Artikel wurde auf meinem iPad erstellt

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