Corona: Kinder leiden still – über die Bedeutung von Familie und wirklicher Chancengleichheit und wie digital natives und ‚analogue natives‘ gemeinsam mehr schaffen

Corona: Children suffer in silence – on the importance of family and real equality of opportunity and how digital natives and ‚analogue natives‘ can achieve more together

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Kinder sind wahrscheinlich mit diejenige Gruppe, die am meisten unter Corona leidet.
Die Situation ist für sie komplett neu und anders als alles, was sie jemals erlebt haben; immer noch, auch nach 2 Monaten. Es ist für Kinder schwierig zu verstehen, was gerade passiert, warum es passiert und was das für die Welt und auch für ihre Zukunft bedeutet. Es gibt viel Unsicherheit bei vielen; Angst bei einigen. Und genauso schwierig ist es, das noch nie Erlebte ausdrücken zu können: weil man es schlicht nicht kann und die Mittel fehlen und weil die Erwachsenen zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind.

Kinder. Leiden. Still. Leider, und viel zu häufig.


Jede Generation, oder jede zweite, hat ihre eigenen Katastrophen: das Ende des 2. Weltkriegs, Tschernobyl. Und jetzt die globale Pandemie.
Für diese Generation ist es das erste Mal überhaupt, dass sie mit einer Situation konfrontiert wird, die jeden betrifft und von der niemand wirklich weiß, wie sie ausgeht bzw. was sie für die Zukunft bedeuten wird (auch wenn mittlerweile die ersten spürbaren Lockerungen des Shutdowns eingeleitet werden). Dieses Gefühl kennt die Generation die das Ende des Krieges erlebt hat, für die nächste Generation war Tschernobyl prägend. Die Coronapandemie wird im Leben von Kindern und Jugendlichen deutliche Spuren hinterlassen; und unter Umständen werden die gesellschaftspolitischen Folgen noch viel gravierender sein, als das Virus an sich.

Ein soziales Leben findet nicht statt und es wird für Kinder und Jugendliche mit zunehmender Zeit immer schwieriger, diesen Zustand zu ertragen. Spielplätze sind geschlossen, Sportplätze ebenso wie Schwimmbäder. Es ist nicht möglich, sich in seiner gewohnten Gruppe zu treffen. Ähnliches gilt zwar auch für Erwachsene, die befinden sich aber nicht in der wichtigen Sozialisierungsphase.
Das Internet ersetzt eben doch nicht alles – eine wichtige Erfahrung für Digital Natives. Und wahrscheinlich ist es im Endeffekt sogar eine positive Erfahrung. Der selbstverständliche Umgang mit Technologie auf der anderen Seite hilft in diesen Zeiten, in denen Kommunikation nur noch digital stattfinden kann – das ist nichts Neues für die Kids und verschafft ihnen ihren Eltern gegenüber sogar eine Art Vorteil.

In den Familien herrscht ebenfalls eine besondere Situation. Home Office, Home Schooling und Freizeit finden gleichzeitig zu Hause statt – Spannungen sind vorprogrammiert und lassen sich nicht vermeiden. Hier werden Kinder spüren, ob die Familie in der Lage ist, mit einer Extremsituation angemessen umzugehen. Leider ist das oft nicht der Fall und leider sind die Kinder in diesem Zusammenhang, die Halt und Sicherheit bräuchten. Eltern fühlen sich oft überfordert, was dazu führen kann, dass sich Kinder mit ihren Ängsten allein gelassen fühlen.

Nur die sozial besser gestellten haben eine echte Chance, Corona ohne Nachteile zu überstehen. Die Schule hat auf digitale Lernmethoden umgestellt und dies wird auch in Zukunft so bleiben. Nur wer das nötige Equipment hat, wird in der Lage sein, die Lernaufträge auszuführen. Diese Umstellung verlangt Kindern auch in intellektueller Hinsicht vieles ab.

Coronavirus wird die Teilung der Gesellschaft weiter vorantreiben – Kinder, die in einem sozial sicheren Umfeld aufwachsen gegenüber denjenigen, die diese Mittel und Bildungsmöglichkeiten nicht haben.

Was lernen wir aus dem all dem: dass wir uns der Bedeutung und des Wert von Familie und der Wichtigkeit von wirklicher Chancengleichheit in der Gesellschaft bewusst sind und dafür eintreten. Und das wir die digitalen Technologien nutzen sollten: digital natives erleben im Moment den Wert des ‚analogen‘ – genauso sollte die andere Seite, und hier sind vor allem die ewigen Zweifler angesprochen, den Wert des digitalen in gleichen Maße anerkennen und schätzen.
Offenheit statt Dogmatismus. Austausch statt Abgrenzung. Zuhören statt taub stellen.

Es geht doch immer wieder nur um die Frage des ‚Wie‘.

Corona: Children suffer in silence – on the importance of family and real equality of opportunity and how digital natives and ‚analogue natives‘ can achieve more together

Children are probably one of the groups that suffers most from corona. The situation is completely new for them and different from anything they have ever experienced; still, even after 2 months. It is difficult for children to understand what is happening, why it is happening and what it means for the world and also for their future. There is a lot of uncertainty among many; fear among some. And it is just as difficult to be able to express what has never been experienced: because one can do it simply and the means are lacking and because the adults are too busy with themselves.


Every generation, or every second one, has its own catastrophes: the end of the 2nd World War, Chernobyl. And now the global pandemic.
For this generation, it is the first time ever that they are confronted with a situation that affects everyone and that nobody really knows how it will end or what it will mean for the future (even if the first noticeable easing of the shutdown is now being initiated). This feeling is familiar to the generation that experienced the end of the war, for the next generation Chernobyl was formative. The corona pandemic will leave clear traces in the lives of children and young people; and under certain circumstances the socio-political consequences will be much more serious than the virus itself.

kids. Suffer. Quiet. Unfortunately, and far too often.

A social life does not take place and it becomes more and more difficult for children and adolescents to bear this condition as time goes on. Playgrounds are closed, sports fields as well as swimming pools. It is not possible to meet in your usual group. The same is true for adults, but they are not in the important socialization phase.
The Internet does not replace everything – an important experience for digital natives. And in the end it is probably even a positive experience. The natural use of technology on the other hand helps in these times where communication can only take place digitally – this is nothing new for kids and even gives them a kind of advantage over their parents.

In the families there is also a special situation. Home office, home schooling and leisure activities take place at home at the same time – tension is pre-programmed and cannot be avoided. Here, children will feel whether the family is able to cope with an extreme situation appropriately. Unfortunately, this is often not the case and, unfortunately, the children are in this context those who need support and protection. Parents often feel overstrained, which can lead to children feeling left alone with their fears.

Only the socially better off have a real chance to survive Corona without disadvantages. The school has switched to digital learning methods and this will remain so in the future. Only those who have the necessary equipment will be able to carry out the learning assignments. This change demands a lot from children, also from an intellectual point of view.

Coronavirus will further increase the division of society – children growing up in a socially secure environment versus those who do not have these resources and educational opportunities.

What we learn from all this: that we should be aware of the importance and value of family and the importance of real equality of opportunity in society and that we should stand up for it And that we should use the digital technologies: digital natives are currently experiencing the value of ‚analogue‘ – just as the other side, and here the eternal doubters are particularly addressed, should recognise and appreciate the value of digital to the same extent.
Openess instead of dogmatism. Exchange instead of demarcation. Listening instead of deafness.

It’s all about the „how“.

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